Polizeisicherheitszentrum St. Pölten
Moderne und leistungsfähige Infrastruktur für die Sicherheit
Juli 2026

Infrastruktur für die Sicherheit
Errichtet wird das Polizeisicherheitszentrum vom Land Niederösterreich für das Bundesministerium für Inneres, zentrale Organisationseinheiten der Landespolizeidirektion NÖ werden so an einem Standort zusammengeführt. Geplant sind neun Gebäude und rund 36.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche. Das Entwurfskonzept sieht einen offenen durchgrünten Campus mit Einzelgebäuden vor, der über eine Verkehrsachse und eine attraktive fußläufige Erschließung zu einem stimmigen Gesamtensemble verbunden ist. Die geringe bebaute Gesamtfläche, einem hohen Anteil an klimaresistent begrünter, unversiegelter Fläche, als auch bepflanzte Baukörper tragen zu einer guten ökologischen Umsetzung bei. Generalplanung: ARGE Pfaffenbichler Architektur – Maurer & Partner.
Auftraggeber
Land NÖ, Abteilung Gebäude- und Liegenschaftsmanagement
Zeitraum
Geplante Einreichung Dezember 2026, Baubeginn Sommer 2027, Fertigstellung 2030
Ort
St. Pölten


Status
Vorentwurf freigegeben
Auftragsart
Wettbewerb ARGE Pfaffenbichler Architektur – Mauer & Partner, 1. Preis
Auftragsumfang
Generalplanung
Im neuen Polizeisicherheitszentrum werden die Landespolizeidirektion NÖ, die Einsatzabteilung mit Einsatztrainingszentrum, das Landeskriminalamt, das Landesamt für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung, die Fremden- und Grenzpolizeiliche Abteilung, die Landesverkehrsabteilung, die Sicherheits- und Verwaltungspolizeiliche Abteilung, die Logistikabteilung sowie das Stadtpolizeikommando St. Pölten untergebracht.
Leitidee der ARGE Pfaffenbichler Architektur – Maurer & Partner war die Schaffung eines offenen, durchgrünten Campus mit klarer räumlicher Gliederung, hoher Funktionalität und hochwertiger Außenraumqualität. Die präzise Setzung der Einzelbaukörper berücksichtigt die Baufluchten und Höhenentwicklung der Umgebung und schafft eine harmonische Einbindung in das Stadtgefüge. Zur Wohnsiedlung im Osten entsteht ein sensibler Übergang mit niedriger Bebauung und hohem Grünanteil, während sich die Gebäude im Westen in den natürlichen Geländeverlauf einfügen. Die offene Struktur ermöglicht eine stufenweise Erweiterung durch eine künftige zweite Bauphase.
Die Abteilungen sind als freistehende Pavillons organisiert, gruppiert um windgeschützte Innenhöfe und verbunden durch eine zentrale, durchgrünte Promenade. Der Vorplatz ist als öffentlicher Freiraum gestaltet, wobei der fußläufige Verkehr konsequent vom Fahrzeugverkehr getrennt wird.
Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt auf dem Erhalt und der Ergänzung des bestehenden Baumbestandes sowie der Schaffung von Grünpuffern, die das Mikroklima verbessern, die Frischluftzirkulation stärken und hochwertige Aufenthaltsräume bieten. Die offene Bauweise ermöglicht dabei durchgängige Blickbeziehungen zwischen Innen- und Außenraum.
Architektonisch prägen die kompakte Bauweise, hohe Wartungsarmut und die gezielte Verwendung nachhaltiger Materialien das Erscheinungsbild. Die Fassaden werden mit wartungsarmen, recycelbaren Metallverkleidungen ausgeführt und durch Holzelemente an Eingängen und Sockelzonen ergänzt. Transparente Eingänge, sichtbare Holzkonstruktionen und eine ausgewogene Balance zwischen Robustheit und Offenheit prägen den atmosphärischen Charakter auf dem Campus.
Fotografie
Max Muster




„Die Gesamtlösung erscheint aus Sicht der Kommission aufgrund der gewählten Konstruktion in Holz-Hybridbauweise mit einem hohen Vorfertigungsgrad in modularer Bauweise mit optimierten Spannweiten und standardisierten Produktionsmaßen, des Einsatzes robuster Materialien, als besonders gut wirtschaftlich umsetzbar.“






